Freitag, 7. Juni 2013

Der Stein des Anstosses!

****Eilige Sondermeldung des Buschfunks****Spektakuläre Entwicklung auf dem Steinhügel **** Sensationelle sport-archäologische Funde **** Stadt Meckenheim verhängt sofortigen Baustopp****Eilige Sondermeldung des Buschfunks****


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Aufmerksamen Beobachtern wird es bereits aufgefallen sein: Seit dem heutigen Freitag, 16.47 Uhr, steht alles still auf der Baustelle am Steinhügel. Das ehemalige Sportplatzgelände, auf dem ein EDEKA sowie ein ALDI-Markt entstehen sollen, wird von mehreren Polizeistreifen gesichert und ist nicht mehr zugänglich. Erste Vermutungen jedoch, nach denen es hieß, dort sei eine Weltkriegsbombe gefunden worden, erwiesen sich als vollkommen haltlos.  Es besteht keinerlei Gefahr für die Bürger und Anwohner!

Die Bagger auf dem Steinhügel stehen still, weil ein sofortiger Baustopp durch die Stadt verfügt wurde!









 
Dem Meckenheimer Buschfunk gelang es, in einer einzigartigen investigativ-investorischen Aktion die Hintergründe des momentanen Stillstands aufzudecken!


 
Gegen Mittag, genau gesagt: Um 11.36 Uhr, entdeckte der mit Ausschachtungsarbeiten beschäftigte Arbeiter Josef „Jupp“ in einer durch seinen Kollegen Karl „Kalle“ Wiersching mit dem Radlader ausgehobenen Mulde einen Stein.

„An diese Stelle gehört kein Stein!“, dachte er sich noch. Und stieg sofort dorthin, um sich diese Entdeckung etwas näher anzusehen. Er rief Kalle hinzu, und beide beratschlagten auf eine Zigarettenlänge, was zu tun sei. Dies sah der Vorarbeiter Hubertus „Bert“ Knoten. Um die beiden wieder zum arbeiten zu bringen, ging er dort hin, sah ebenfalls den Stein und beim ersten Anblick lief es ihm schon kalt den Rücken herunter. Hatte er doch erst kürzlich gelesen, dass Fußball weder eine englische, noch, wie es manchmal behauptet wird, eine peruanische Erfindung ist. Sondern, dass eine Art „Fußball“ bereits um 70 v. Chr. von den Eburonen unter den Königen Ambiorix und Catuvolcus im Gebiet zwischen dem heutigen Belgien und dem Rhein gespielt wurde.

Hubertus Knoten zögerte keine Sekunde, ließ sofort die Arbeiter aus der Mulde steigen, griff sich das Handy und rief den bekannten Sportarchäologen Professor Dr. Ralf Angel-Kurmann an, der bekanntermaßen als Europas Koryphäe auf diesem Gebiet gilt.     

Angel-Kurmann, der sich zurzeit in Dortmund beratend für den DFB beim Aufbau eines Fußballmuseums aufhielt, setzte sich sofort in ein Taxi und raste den Weg nach Meckenheim. Ein Blick genügte: Der gefundene Stein ist „Der STEIN des Anstosses“. Ausgehend von diesem Stein wurden in der vorchristlichen Zeit die Spiele begonnen!

 
Der Stein des Anstoßes: Hiermit wurden in vorchristlicher Zeit die "Fußballspiele" der Eburonen eröffnet!
 







































Von nun an galt es keine weiteren Verzögerungen mehr zu riskieren. Ein Anruf beim derzeitigen Bürgermeister, - der ja ebenfalls als sachkundiger Fußball-Fan bekannt ist – und die Bauarbeiten wurden sofort per einstweiliger Anordnung gestoppt. Das Gelände wird derzeit großräumig bewacht, damit für den Stein keine Gefahr besteht, wurde unter die zukünftige Decke ein Netz gezogen.

Angeblich plant der für seine innovativen Ideen (man bedenke nur den Fachdienst für Seniorenfitness oder die Aktion: „BÜRGER, bepflanzt die Straße“) bekannte Bürgermeister bereits jetzt. eine neue Ruhmeshalle für den Fußball einzurichten, dafür ließe sich die angefangene Halle nutzen.


Das Gelände ist großräumig gesichert!























Der Meckenheimer Buschfunk wird auch weiterhin investigativ-investorisch tätig sein, um in den nächsten Tagen mehr Informationen für die Bürger bereitzuhalten!

Berthold Lispel


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****Eilige Sondermeldung des Buschfunks****Spektakuläre Entwicklung auf dem Steinhügel **** Sensationelle sport-archäologische Funde **** Stadt Meckenheim verhängt sofortigen Baustopp****Eilige Sondermeldung des Buschfunks***





























Donnerstag, 6. Juni 2013

Vorbildlich!

Stadt Meckenheim sucht Vorleser

Diese einmalige Aktion aus dem Rathaus der Stadt Meckenheim dürfte Vorbildcharakter für die ganze Republik haben: Da sich herausgestellt hat, dass manche Ratsmitglieder ebenso wie einige führende Verwaltungsfachleute im Rathaus nicht wirklich des Lesens und Schreibens kundig sind, werden dringend Vorleser gesucht!

Aufgefallen war das Manko zuletzt  während einer Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in welcher über den Antrag diskutiert werden sollte, die Fußgänger-Ampel (auch: Lichtzeichenanlage) in der Mittelstraße wegen der möglichen Gefährdung für Passanten dringend wieder in Betrieb zu nehmen. Eines der Ratsmitglieder hatte damit argumentiert, dass schließlich dank großzügigem Sponsoring für Infrastruktur eines der auf dem Steinbüchel bauenden Nahversorgers Geld vorhanden sei.

Nun gab es die Wortmeldung eines hochrangigen Verwaltungsfachmannes dazu, der als erstes behauptete, dass eine Ampel dort überhaupt nicht zulässig sei. Hernach gab er zum Besten, dass eine Ampelanlage an dieser Stelle auch nicht in Planung sei.

Unkommentiert blieben diese Aussagen von dem hochrangigsten aller Verwaltungsvertreter, der ebenfalls in der Ausschuss-Sitzung anwesend war.

Dabei hätten des Lesens kundigeVerwaltungs- und Ratsmitglieder durchaus feststellen können:  Das stimmt nicht!
Denn die Aufstellung von Ampeln (auch= Lichtzeichenanlagen) wird u.a. in §45 STVO so geregelt:

(Zitat)  (1c) Die Straßenverkehrsbehörden ordnen ferner innerhalb geschlossener Ortschaften, insbesondere in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf, Tempo 30-Zonen im Einvernehmen mit der Gemeinde an. Die Zonen-Anordnung darf sich weder auf Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) noch auf weitere Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) erstrecken. Sie darf nur Straßen ohne Lichtzeichen geregelte Kreuzungen oder Einmündungen, Fahrstreifenbegrenzungen (Zeichen 295), Leitlinien (Zeichen 340) und benutzungspflichtige Radwege (Zeichen 237, 240, 241 oder Zeichen 295 in Verbindung mit Zeichen 237) umfassen. An Kreuzungen und Einmündungen innerhalb der Zone muss grundsätzlich die Vorfahrtregel nach § 8 Absatz 1 Satz 1 („rechts vor links“) gelten. Abweichend von Satz 3 bleiben vor dem 1. November 2000 angeordnete Tempo 30-Zonen mit Lichtzeichenanlagen zum Schutz der Fußgänger zulässig. 

Aber, warum so viel lesen, wenn es doch einfacher ist, Behauptungen aufzustellen, nicht wahr, Herr W.? Schließlich sind Sie der Fachmann, die Bürger haben Ihnen gefälligst zu glauben!

Interessant sind auch die Rechenkünste des Herrn S. von der Partei mit dem dicken "C":

Die Ampel wurde vor zwanzig Jahren nur widerwillig genehmigt....

Sorry, Herr S., aber: Die Ampel steht bereits seit 1979 dort.  Das sind immerhin knappe 34 Jahre!

Und weiter behauptet der Herr S.: Hier laufen sowieso alle bei "Rot" drüber...

Also, mich beispielsweise interessiert jetzt eine belegbare Statistik des Ordnungsamtes darüber, wie viele Knöllchen man an die Fußgänger dort geschrieben hat....

Herr B. von der "F-Partei" bezeichnete alles als "Märchenstunde"
Ob er damit die Beiträge seiner Vorredner meinte?

Den Vogel aber schoss nun der Herr E. von der "S-Partei" ab: (und deswegen ernennen wir ihn einmal kurzerhand zum "Schützenkönig"!!!)

Der Schützenkönig behauptete kurzerhand, eine Ampel bringt keine Verkehrssicherheit!

(Hurra, fort mit allen Ampeln von Mäcker-Heims Straßen)

Kinder lernen in Kindergarten und Schule nach links und rechts zu schauen....

(Zitiert aus dem Bericht des  statistischen Bundesamtes: Die Zahl der verunglückten Kinder in Deutschland lag bei 30.676; gegenüber 2010 stieg sie um 7,2 % (28.629)

Die haben alle gelernt nach links und rechts zu schauen............

Und nun der absolute Blatt-, äh, Königsschuss aus den Ausführungen des Herrn E:
Der Apotheker Sch. will die Ampel nur für seine Apotheke!

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Und all dieses hörte sich der hochrangigste aller Verwaltungsvertreter kommentarlos an. 
Aber: Er zog seine Schlüsse! 
Und deswegen sucht die Stadt Meckenheim dringendst Vorleser!!! 

Freiwillige können sich ab sofort im Rathaus melden!




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Zügig am Werk....


























...und im Eiltempo voran geht es mit der Nahversorgung auf dem Steinbüchel!


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