Freitag, 9. August 2013

Kurzes Update

...zu der inoffiziellen Verkehrszählung 

http://meckenheimer-buschfunk.blogspot.de/2013/08/dann-machen-wir-doch-einmal-die-probe.html

Gezählt wiederum an einem willkürlich gewählten Tag, dieses Mal in den Schul-Ferien,
morgens zwischen acht und neun Uhr

innerhalb einer Stunde, insgesamt in beide Richtungen:

34 LKW´s
31 Kleinbusse
57 PKW´s
8 Motorradfahrer
11 Mofa
27 Radfahrer

Dieses "relativ" erhöhte LKW- und Kleinbusaufkommen dürfte wohl derzeit den beiden Baustellen geschuldet sein. Fragen darf man sich selbstverständlich, wie es demnächst ausschaut, wenn die beiden Märkte auf dem Steinbüchel eröffnet haben. 
Oder: Wie sieht das Verkehrsaufkommen aus, wenn die Wohnbebauung fertiggestellt ist?
Wie viele Kraftfahrzeuge werden die Mittelstraße als "Schleichweg" nutzen. 

Aber klar: So etwas ist jetzt "Kaffeesatzleserei" -  oder?



Donnerstag, 8. August 2013

Dem eifrigen Nordic-Walker...

...zwischen den Obstplantagen um Meckenheim herum wirft sich doch manchmal die ein- oder andere Frage auf. 
Beispielsweise ist links auf dem Bild ist eine Apfelplantage, die konventionell betrieben wird. Also, es wird gespritzt und gedüngt, was der Trecker hergibt. Rechts daneben eine "biologische" Apfelplantage, säuberlich abgetrennt von der konventionellen durch Zaun, Gestrüpp und hohe Brennessel -letztere nicht so säuberlich.

Nun die Fragen: Woher wissen Kunstdünger und Pestizide, dass sie auf der rechten Seite nichts zu suchen haben? Oder lassen die sich durch den Zaun abschrecken und aufhalten?

Ich harre der Antwort....








































*

...und sie wachsen doch...

...in den Büschen!

Deswegen schreibt die Stadt Meckenheim zur Verpachtung eine gut gepflegte Pappbecherplantage an der Gudenauer Allee aus. Durch die bisher bereits nachhaltige Bewirtschaftung mit Hilfe der nahegelegenen  Filiale einer Schnellimbisskette sind stets beste Ernteergebnisse gewährleistet!


Interessenten melden sich im Rathaus der Stadt Meckenheim!



Dienstag, 6. August 2013

Mit Riesenschritten...

...geht es derezit voran auf dem Steinbüchel. So kann man zurzeit durchaus mit einem gewissen verhaltenen Optimismus davon ausgehen, dass der Vollsortimenter "EDEKA" spätestens Mitte September pünktlich seine Pforten für die Bevölkerung öffnet. Dann ist nach vielen Widerständen und standhafter Verschleppungstaktik durch gewisse Kreise nach mehr als 14 Jahren endlich die Nahversorgung für gesichert!

...leichte Verzögerungen....



...gibt es dagegen wohl zurzeit beim Bau des Discounter "ALDI".  Dies soll dem Vernehmen nach daran liegen, dass die gesamte Kanalisation, angefangen bei dem neuen Regenrückhaltebecken  am Fichtenweg bis hinunter zu dem Gebiet für die neue Wohnbebauung bei der Neuanlage im vergangenen Jahr zu eng und klein dimensioniert wurde. Hierfür einen Verantwortlichen zu finden, dürfte schwierig sein - und eigentlich überflüssig. Denn zum einen kostet es keine öffentlichen Gelder, zum anderen aber war zum Zeitpunkt der Planung keinesfalls und unter keinen Umständen damit zu rechnen, dass hier tatsächlich einmal Bedarf ent- und besteht. Der Legende nach (und hier handelt es sich sicherlich nur um ein böses Gerücht) soll es bis zu einem gewissen Stichtag sogar noch einen Geschäftsmann gegeben habe, der anbot, einen Milionenschadensersatz an den Discounter zu zahlen, wenn die Stadt Meckenheim trotz rechtskräftigem Gerichtsurteil weiterhin den Bau verhindern würde.

Montag, 5. August 2013

Alte Weisheiten...

...sind ja doch hin und wieder kleine Wahrheiten. Oder?

Beispielsweise könnte einem gewissen Herrn und derzeitigen Nutzer eines bestimmten Sessels nahezu jeder Fußballtrainer erzählen, das ein wohlmeinendes Schultertätscheln in Verbindung mit den Worten "Jood jemaach, Jung, dinge Fründe stooon hing´r D´r" * in Wirklichkeit nichts anderes bedeutet als nur eines:

Die so genannten "Freunde" versammeln sich hinter dem Betreffenden und holen schon einmal kräftig aus. Für den harten Tritt ins Gesäß. Und den federt auch ein noch so bequemer Sessel nicht ab.


*Hochdeutsche Übersetzung: "Gut gemacht, Junge. Deine Freunde stehen hinter Dir!"

Samstag, 3. August 2013

...aus reinem Interesse...

...stelle ich mir nun gerade einmal die Frage:

Wie stirbt es sich eigentlich in Meckenheim?

Also, nur damit wir uns jetzt nicht falsch verstehen: Nekrophil bin ich nicht. Wenngleich ich hin und wieder ganz gerne über Friedhöfe marschiere, und sei es nur, um mir die Grabinschriften anzuschauen. Dies nur vorab.

Trotzdem: Darüber nachdenken lohnt sich vielleicht.  Nachdenken beginnt bei mir meist mit Fragen. Nun ja. Betroffene zu fragen, erwies sich als nicht sehr zielführend. Weder ein Spaziergang über den Waldfriedhof noch über den "Alten Friedhof" brachte Antworten, lediglich an einem Grab wurde mir etwas ähnliches zuteil: Ich fragte - und in dem Augenblick ließ eine über mir fliegende Taube  (oder war es doch ein Pelikan?) etwas fallen. Am Fahrzeug zerstört´s den Lack. Ich hoffe, dass ich nunmehr nicht frühzeitig zum Glatzenträger werde.

Aber dies nur nebenbei. Da ich also bei den Betroffenen keine Antwort bekam, blieb mir nichts anderes übrig, als Lebende zu fragen. Nun war ich schon einmal auf dem Waldfriedhof, also konnte ich Besucher interviewen. Eine ältere Dame guckte mich groß an und fragte: "Woher soll denn ich das wissen?" Sie habe es jedenfalls nicht vor und sei lediglich zu Besuch. 

Ein nicht mehr wirklich jung wirkender Herr in Jeans, Polohemd und Jordanplantschern machte mich darauf aufmerksam, dass das "WIE"  weniger interessant sei, als das "WO" und das "IN" Meckenheim weniger Menschen sterben als woanders. Das sei aber lediglich der Tatsache geschuldet, dass es hier kein eigenes Krankenhaus gibt. Und "Senioren- oder Altenheime" seien auch nicht unbedingt kräftig ausgesät. Dies sei aber nicht weiter schlimm, "schließlich ist es bis Rheinbach nur ein paar Kilometer...." Im übrigen sei das "Wie" ja wohl auch eher ein Thema für den Bonner Peter Assion, schließlich habe der zwei Meckenheim-Krimis geschrieben. Und reichte auch gleich die Titel nach, "Fallobst in Meckenheim" und "Komp(l)ott in Meckenheim".(Was ich hiermit pflichtschuldig und der Volständigkeit halber erwähnt habe!)

Eine weitere ältere Dame machte mich dann darauf aufmerksam, dass ich mich doch besser nicht um das "Wie stirbt es sich....", sondern eher um das "Wie liegt es sich in Meckenheim" kümmern soll.

Und da läge sprichwörtlich so einiges im Argen. "Sehen Sie sich doch einmal um", sagt sie, "na ja, ruhig ist es hier ja. Bis auf die Autobahn.. Aber sonst?" 

Äääääääh, - ja.

"Tscha,", fuhr sie fort, "Sie müssen mal weiter denken. Sie sehen aus wie ein geselliger Mensch, Oder?"

Ich bestätigte.

"Gut! Und wer besucht Sie dann nach dem Ableben hier?"

Ich verwies auf meine Frau und einige gute Freunde. 

"Schön. Ihre Frau also.  Und wie kommt die hier her?"

"Ja, die Straße ist doch gut, Mit dem Auto natürlich!"

"Und wenn sie nicht mehr fahren will?"

"Na, dann mit dem Bus!"

"Mit dem Bus also. Und dann eineinhalb Kilometer laufen. Finden Sie das in Ordnung? Und eineinhalb Kilometer zurück!"

"Hmh....."

"Und ein kaltes Getränk kann sie sich mitnehmen und Blumen und und und... oder sehen Sie hier ein Café? Oder einen Blumenladen? Oder nur einen Kiosk? Oder einen Steinmetz? Und die einzige Toilette hier, - die wird auch höchstens einmal pro Woche gereinigt!"

Und bevor sie mich dann stehen ließ, kam als letztes: "Aber das dollste ist, wenn es regnet! Dann sollten die Besucher nämlich Gummistiefel mitnehmen. Sonst... gibt es keine Chance, mit trockenen Füßen auf den Friedhof zu kommen! Denn die Pfützen um das Tor herum sind teilweise mehrere Zentimeter tief!"


*


Ich habe dann beschlossen, mich nicht mehr weiter mit der Frage zu beschäftigen. Zwar - wäre so etwas vielleicht ein Thema für den Wirtschaftsförderer der Stadt, aber: Tote brauchen keine Wirtschaft mehr.  Und es ist ja nun auch wesentlich wichtiger, erst einmal die leerstehenden Geschäfte um den neuen Markt herum mit 1-Euro-Läden zu füllen. Oder auch Baumarktkunden nach Rheinbach zu schicken. Oder. Oder. Oder....

Außerdem gibt es keine Zusammenhänge. Nein!


(B.L.)


Nachtrag: Lesen Sie bitte auch H I E R